
Besucher-Informationen
Besuchen Sie die Sonderschau während der Internationalen Handwerksmesse in der Halle B1.
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Öffnungszeiten
Mittwoch, 4. März bis Sonntag, 8. März 2026
09:30 – 18:00 Uhr
Anreise mit der U-Bahn
U-Bahn-Linie 2, Station „Messestadt West“
Weitere Infos zur Anreise finden Sie auf der Website der Internationalen Handwerksmesse. Dort können Sie auch Ihre Tickets online kaufen.
Sam Tho Duong, Kurator 2026
In Vietnam geboren und in Pforzheim zuhause, zählt Sam Tho Duong zu den prägenden Stimmen des zeitgenössischen Schmucks. Mit seinem experimentellen Blick verwandelt er Naturfunde und Alltagsmaterialien in poetische, präzise gestaltete Arbeiten.
„Der Anfang vieler Arbeiten liegt im Beobachten der Natur und des Alltäglichen.“
Wachstum, Zerfall und Zufall sind für ihn kreative Motoren:
„Fehlversuche eröffnen oft neue Horizonte.“
Mit internationalen Ausstellungen, bedeutenden Preisen wie dem Friedrich Becker Preis und dem Herbert-Hofmann-Preis sowie Werken in Museen wie dem V&A London oder dem MAD New York bringt Duong Expertise und Sensibilität in seine Rolle als Kurator der SCHMUCKmünchen 2026 ein.
Erfahren Sie mehr über den Kurator und seine Auswahl für SCHMUCKmünchen 2026 in einem YouTube-Interview mit der Internationalen Handwerksmesse.


Katalog
Jede SCHMUCK Ausstellung wird seit 1983 in einem Katalog dokumentiert.
Der Katalog 2026 steht Ihnen bei Messebeginn zur Verfügung.
Sie können ihn auf der Internationalen Handwerksmesse in der Halle B1 und in der Galerie Handwerk erwerben bzw. online bestellen.
Gewinnerinnen und Gewinner des Herbert-Hofmann-Preises 2026
Ela Bauer, Niederlande
Die in Polen geborene und in den Niederlanden beheimate Künstlerin arbeitet mit Kunstharz. Die Kombination von organischem und anorganischem Material führt zu Strukturen, die am Körper getragen ihre ganze Wirkung entfalten. Die feine Ausarbeitung gewährt Einblicke in eine vermeintlich geschlossene Form, die von einer Scheibe getragen wird. Das fein ausgewogene Farbspiel greift ins Dreidimensionale.
Mira Kim, Südkorea
Die koreanische Künstlerin begeisterte die Jury mit der hohen künstlerischen Qualität. Sie erforscht neue Wege, denn die Mokume-Gane-Technik wird traditionell auf sehr geordnete Weise eingesetzt. In ihrem zarten Ring verwirbeln sich verschiedenfarbige Metalllegierungen zu strukturellen Ornamenten, die mit gravierten Mustern in dem fast vergessenen Guillochier-Verfahren überlagert werden.
Zhipeng Wang, China
Der chinesische Künstler erzählt eine neue Geschichte von universeller Gültigkeit. Jade und Gold sind kulturell stark aufgeladene Materialien. Er beschreibt die Umdeutung vom marktüblichen Umgang mit diesen Rohstoffen und der Künstlichkeit ihrer Preise. Das wertvolle Gold wird in vermeintlich wertlosen Jade-Abfällen eingebettet. Ein neuer künstlerischer und ästhetischer Wert entsteht.
Gewinnerin des Bayerischen Staatspreises 2026
Zixin Wei, China
Unbearable Lightness
Die junge Künstlerin aus Peking findet in Jade eine überraschend leichte Sprache. Aus Reststücken formt sie fragile Gebilde aus schmalen Linien, die an zyklische Bewegungen erinnern. Ein roter Faden, der traditionell Glück verheißt, begleitet das Schmuckstück und verweist auf Glück als etwas Zerbrechliches, das Achtsamkeit verlangt. So verwandelt die Künstlerin übrig gebliebene Fragmente in ein poetisches Ritualobjekt und greift die daoistische Vorstellung von der Kraft des Leichten auf.
Klassiker der Moderne
Während der Sonderschau stellen wir die künstlerische Position einer Klassikerin vor. Bei der SCHMUCKmünchen 2026 wird das Lebenswerk der Künstlerin Erico Nagai geehrt.
Erico Nagai, in Tokyo geboren, kam über die Malerei zum Schmuck. Nach einem kurzen Studium in Basel wechselte sie 1968 an die Münchner Akademie der Bildenden Künste, wo sie zunächst Malerei studierte und bald in die Schmuckklasse von Franz Rickert und später Hermann Jünger eintrat. Dort entwickelte sie eine unverwechselbare Formensprache, die japanische Tradition und europäische Moderne verbindet.
Ihre Arbeiten zeichnen sich durch reduzierte Geometrie, Inspiration aus der Natur und eine meisterhafte Kombination von Materialien wie Gold, Silber, Kupfer, in Techniken mit Urushi-Lack, Email aus.

Schmuck ist für Nagai nie isoliert – ihre Inszenierungen, etwa die legendäre Installation im Lenbachhaus 1979, machten Präsentation selbst zum künstlerischen Statement und eröffneten einen Dialog zwischen den Kulturen.
Bereits 1976 erhielt sie den Bayerischen Staatspreis und den Herbert-Hofmann-Preis, 2005 den Designpreis der Landeshauptstadt München. Internationale Ausstellungen, Werke in Museen und ihre vielfältige Lehrtätigkeit in Deutschland, Österreich und Japan unterstreichen ihre Bedeutung.
Nagai experimentierte mit klassischen und japanischen Goldschmiedetechniken, übertrug malerische Prinzipien auf Metall und schuf Objekte von zeitloser Eleganz. So ist ihr Werk ein bedeutender Beitrag zur Schmuckgestaltung des 20. und 21. Jahrhunderts, der gesehen, bestaunt und getragen werden will.
















